Kloster Fahr

Klösterlicher Weinbau gestern und heute

Die Weinbauaktivitäten des Klosters Fahr und des Klosters Einsiedeln werden auf 2021 zusammengeführt. Damit vereinigen die Klöster ihre Kompetenzen in Weinberg und Keller und stärken ihre Weinbautraditionen für die Zukunft.

Der langjährige Leiter Weinbau im Kloster Fahr, Roland Steinmann, wird als Rebmeister die gesamten klösterlichen Weinberge im Limmattal und am Oberen Zürichsee besorgen. Kellermeister Dominic Mathies, der seit 10 Jahren in Einsiedeln die Klosterkellerei führt, wird die Kelterung der Fahrer und Einsiedler Weine verantworten.

Die Rebberge und der Wein spielen im Kloster Fahr seit Jahrhunderten eine wichtige Rolle. Schon in der Schenkungsurkunde des Freiherrn Lütold II. von Regensberg vom 22. Januar 1130 ist vom Weingarten im Fahr die Rede. Im Mittelalter war Anbau und Handel mit Wein im Kloster Fahr bedeutend und wurde häufig dokumentiert.

Auf rund 4,2 Hektaren klostereigenem Rebland – auf dem «Wingert» gleich oberhalb des Klosterareals auf Unterengstringer Gemeindegebiet sowie auf Klosterbesitz in Weiningen – werden ausgesuchte Traubensorten angebaut: Müller-Thurgau, Pinot Noir Pinot Gris und Zweigelt. Voraussichtlich werden im Mai 2021 in Weiningen junge Räuschling-Reben (Zürirebe) angepflanzt. Diese traditionelle weisse Sorte passt sehr gut zur Tradition der beiden Klöster und erlebt gegenwärtig eine wahre Renaissance.

Es ist eine uralte Tradition, dass die Benediktinerinnen aus dem Fahr «im Wümmet» bei den klostereigenen Reben kräftig Hand anlegen und die reifen Trauben in den Rebbergen mit Freude ernten.

 

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Text: Susann Bosshard-Kälin

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