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Kloster Fahr

Die Benediktsregel

Benedikt von Nursia – Patriarch des abendländischen Mönchtums und Patron Europas – schuf mit seiner Mönchsregel eine Anleitung zum Leben in klösterlicher Gemeinschaft. Weltweit gibt es über 500 benediktinische Klöster mit rund 20‘000 Nonnen und Mönchen.

Benedikt von Nursia wurde um 480 in der italienischen Provinz Norcia geboren. Nach kurzem Studienaufenthalt in Rom zog er sich mit etwa zwanzig Jahren in die Einsamkeit nach Subiaco zurück. Dort bereitete er sich in Gebet, Schweigen und Busse auf seine Sendung vor. Da sich zahlreiche Schüler um ihn sammelten, übernahm er ihre geistliche Leitung und verteilte sie auf zwölf kleine Klöster. In schmerzlichen Erfahrungen reifte sein endgültiges, monastisches Ideal. Durch viele Wunder ausgezeichnet, vollendete der Heilige sein Leben um das Jahr 540. Als Todestag gilt der 21. März. Um das Jahr 529 verwirklichte Benedikt seinen Plan, auf Monte Cassino eine Mönchsregel zu schreiben. Diese basiert auf bewährten kirchlichen und asketischen Traditionen; zeichnet sich aus durch grosse Weisheit, das rechte Mass in allen Dingen sowie Achtsamkeit und Sorgfalt. Die beinahe 1500 Jahre alte Regel Benedikts vermag nach wie vor auf Fragen der heutigen Zeit zu antworten.

Die Regel des heiligen Benedikt online

Der benediktinische Tag

Benedikt hat den klösterlichen Alltag klar strukturiert. Gebetszeiten und Lesung wechseln sich ab mit Zeiten der Arbeit und Erholung. Die benediktinische Einteilung des Tages entspricht dem natürlichen Rhythmus des Menschen. So sind etwa die frühen Morgenstunden von jeher die geeignete Zeit für das Gebet und die Meditation. Die Arbeitseinheiten während des Tages sind nie zu lang. Wenn der Abend beginnt und die Nacht hereinbricht, sind die Schwestern wieder bereit für das Gebet.

Der monastische Tag beginnt in der Stille. Die frühen Morgenstunden gehören in der klösterlichen Tradition zu den bevorzugten Zeiten für das Gebet.

Heute wird die Vigil nicht mehr mitten in der Nacht gebetet, sondern in den frühen Morgenstunden. Vigil heisst Wache. Wachend wollen wir im Gebet Gott begegnen. Und wachend beten wir für die Welt. Die Vigil erinnert uns an den Hahn, der uns weckt. Er ist ein Bild für Christus, der uns aus dem Schlaf der Gleichgültigkeit weckt.

Das Frühstück wird in Stille eingenommen. Ein Buffet mit Brot, Butter, Konfi, Joghurt sowie Milchkaffe und Tee steht bereit.

Die beginnende Morgenröte und die Schönheit der aufgehenden Sonne sind Zeichen für die Auferstehung Jesu. Wenn die Sonne aufgeht, soll sich auch unser Herz öffnen und Gott loben.

Die lectio divina ist eine typisch benediktinische Gebetsweise. In dieser geistlichen Lesung wird ein kurzer Text aus der Heiligen Schrift, aus Werken der Kirchenväter, Bibelkommentare oder aus Büchern spirituellen Inhalts langsam, in einer offenen Haltung des Hörens gelesen. Die lectio ist zutiefst ein Beziehungsgeschehen. Dabei steht die Lesung nie für sich allein, sondern ist stets untrennbar verbunden mit der meditatio und der oratio.

Die meditatio meint dann ein lautes oder innerliches Wiederholen des Gelesenen mit dem «Mund des Herzens», wie es die Mönche und Nonnen nennen. Es ist ein Verkosten, Schmecken, ein Sich-Einverleiben des Wortes, bis man darin die Stimme oder den Anruf Gottes vernimmt. Daraus fliesst dann wie von selbst die oratio.

Sie ist die innere Antwort auf die meditatio. Das kann ein Gebet im Sinn eines Stoss-, Bitt-, Lob- oder Dankgebetes sein; die oratio kann aber auch ein tiefes, inneres Schweigen oder die staunende Anbetung sein.

Die Terz, die dritte Stunde, ist die Zeit, da der Heilige Geist auf die Jünger herabkam. In der Terz bitten wir Benediktinerinnen Gott um seinen Geist für unser Tagwerk, weil wir spüren, dass es seine Kraft ist, die unsere Arbeit gelingen lässt.

Gebet und Arbeit sind im benediktinischen Leben keine Gegensätze. Beide sind gleichermassen wichtig für eine gesunde Entwicklung des religiösen Lebens. Die Arbeit und die damit verbundenen Schwierigkeiten und Freuden sind wie das Gebet eine Möglichkeit, Gott zu suchen und zu finden. Die Arbeit erdet den Glauben. Die Aufgaben im Kloster Fahr sind vielfältig: Gemüse-, Blumen- und Obstgarten, Küche, Bäckerei, Apotheke, Paramentenwerkstatt, Pforte und Klosterladen, Gästebetreuung, Klosterführungen, Betreuung der betagten Mitschwestern, Verwaltung und Administration.

Die Mittagsstunde ist die Zeit, in der die Aufmerksamkeit nachlässt und die Hektik von uns Besitz nehmen will. Jetzt ist es wohltuend, die Arbeit zu unterbrechen und bei Gott Abstand und Ruhe zu finden. Es ist auch die Stunde, in der das Todesurteil über Jesus gesprochen wurde.

Das Mittagessen wird schweigend eingenommen. Je eine Mitschwester übernimmt für eine Woche den Tischdienst und eine andere Schwester den Dienst der Tischleserin. Die Schwestern ernähren sich ausgewogen, gesund und saisonal; davon viermal wöchentlich vegetarisch. Die Lesung beim Mittagessen ist profan, beispielsweise Biografien oder Reiseberichte. Zudem wird täglich am Schluss des Mittagessens ein Abschnitt aus der Benediktsregel vorgelesen.

Der rhythmische Wechsel zwischen Gebet und Arbeit wirkt ausgleichend auf Körper und Seele. Zudem gehören kurze Phasen der Erholung zur Tagesordnung Benedikts: Mahlzeiten, die Mittagspause oder die abendliche Rekreation. Neben diesen täglichen Erholungszeiten gibt es regelmässig wiederkehrende Feiertage. In erster Linie die Sonn- und Feiertage. Aber auch die persönlichen Feste wie Geburts- und Namenstage der Schwestern werden in der Gemeinschaft spontan und fröhlich gefeiert.

Gebet und Arbeit sind im benediktinischen Leben keine Gegensätze. Beide sind gleichermassen wichtig für eine gesunde Entwicklung des religiösen Lebens. Die Arbeit und die damit verbundenen Schwierigkeiten und Freuden sind wie das Gebet eine Möglichkeit, Gott zu suchen und zu finden. Die Arbeit erdet den Glauben. Die Aufgaben im Kloster Fahr sind vielfältig: Gemüse-, Blumen- und Obstgarten, Küche, Bäckerei, Apotheke, Paramentenwerkstatt, Pforte und Klosterladen, Gästebetreuung, Klosterführungen, Betreuung der betagten Mitschwestern, Verwaltung und Administration.

Der gemeinsame Kaffee am Nachmittag dient dem Austausch. Es ist die einzige Mahlzeit, bei der gesprochen wird.

Die lectio divina ist eine typisch benediktinische Gebetsweise. In dieser geistlichen Lesung wird ein kurzer Text aus der Heiligen Schrift, aus Werken der Kirchenväter, Bibelkommentare oder aus Büchern spirituellen Inhalts langsam, in einer offenen Haltung des Hörens gelesen. Die lectio ist zutiefst ein Beziehungsgeschehen. Dabei steht die Lesung nie für sich allein, sondern ist stets untrennbar verbunden mit der meditatio und der oratio.

Die meditatio meint dann ein lautes oder innerliches Wiederholen des Gelesenen mit dem «Mund des Herzens», wie es die Mönche und Nonnen nennen. Es ist ein Verkosten, Schmecken, ein Sich-Einverleiben des Wortes, bis man darin die Stimme oder den Anruf Gottes vernimmt. Daraus fliesst dann wie von selbst die oratio.

Sie ist die innere Antwort auf die meditatio. Das kann ein Gebet im Sinn eines Stoss-, Bitt-, Lob- oder Dankgebetes sein; die oratio kann aber auch ein tiefes, inneres Schweigen oder die staunende Anbetung sein.

Gebet und Arbeit sind im benediktinischen Leben keine Gegensätze. Beide sind gleichermassen wichtig für eine gesunde Entwicklung des religiösen Lebens. Die Arbeit und die damit verbundenen Schwierigkeiten und Freuden sind wie das Gebet eine Möglichkeit, Gott zu suchen und zu finden. Die Arbeit erdet den Glauben. Die Aufgaben im Kloster Fahr sind vielfältig: Gemüse-, Blumen- und Obstgarten, Küche, Bäckerei, Apotheke, Paramentenwerkstatt, Pforte und Klosterladen, Gästebetreuung, Klosterführungen, Betreuung der betagten Mitschwestern, Verwaltung und Administration.

Vesper kommt von hesperos – Abendstern. Wenn die Sonne untergeht, gedenken wir des Todes Jesu. Er ist für uns das Licht, das leuchtet, auch wenn es jetzt dunkel wird um uns herum. Am Ende des Tages schauen wir auf Gott und legen den vergangenen Tag, so wie er war, in seine Hände. Das hilft uns, auch innerlich loszulassen.

Das Nachtessen ist eine einfache Mahlzeit. Sie wird wiederum im Schweigen und mit Tischlesung eingenommen. Die Tischlesung beim Nachtessen ist religiös, spirituell.

Der rhythmische Wechsel zwischen Gebet und Arbeit wirkt ausgleichend auf Körper und Seele. Zudem gehören kurze aber regelmässige Phasen der Erholung zur Tagesordnung Benedikts: Mahlzeiten, die Mittagspause oder die abendliche Rekreation. Diese dient der gemeinsamen Entspannung am Ende des Tages und fördert bewusst das Gemeinschaftsgefühl.

Completus est – der Tag ist vollbracht. Das Nachtgebet beschliesst den Tag. In der Komplet bitten wir Gott um seinen Schutz in der kommenden Nacht. Die Texte schenken Gelassenheit und wecken tiefes Vertrauen. Das ist wichtig, denn womit wir uns vor dem Schlafengehen beschäftigen, das prägt unsere Nacht, unseren Schlaf und das Aufwachen am Morgen.

«Was gibt es Schöneres, als die Stimme des Herrn, der uns einlädt? Seht, in seiner Güte zeigt uns der Herr den Weg zum Leben. Öffne das Ohr deines Herzens! Hören wir mit aufgeweckten Ohren!»

Heiliger Benedikt von Nursia
Ordensbegründer der Benediktinerinnen und Benediktiner

Gottedienste und Feiern

Übrigens: Die Benediktinerinnen vom Fahr bieten ein spirituelles, religiöses und kulturelles Angebot, das Zeugnis ablegt von ihrer Suche nach Gott. Die unterschiedlichen Feiern lassen Interessierte daran teilnehmen.