Neuigkeiten aus dem Kloster
«Benedicta» – Gesegnete im Alltag
Die Benediktsregel ist eines der grossen Lebensbücher. Ihre Aktualität hat bis heute nichts von seiner Kraft verloren. Die Schwestern im Fahr leben nach dieser Regel.
Die Oblatinnen vom Kloster Fahr beschreiben mit eigenen Worten einzelne Abschnitte dieser benediktinischen Lebensweisheit und nehmen Sie mit auf die Spurensuche des eigenen «gesegnet-seins» im Alltag.
Die Impulse wechseln Anfang und Mitte Monat.
«Benedicta» 1.3.2026
RB 34: Die Zuteilung des Notwendigen
Halte dich an das Wort der Schrift: «Jedem und jeder wurde so viel zugeteilt, wie er oder sie nötig hat.» Wenn du weniger brauchst, danke Gott und sei nicht traurig. Wenn du mehr brauchst, werde demütig und nicht überheblich wegen der dir erwiesenen Barmherzigkeit. So werden alle Glieder der Gemeinschaft im Frieden sein.
Wir sind mitten in der Fastenzeit. In diesen Tagen denken wir vielleicht mehr als sonst darüber nach, was wir eigentlich nötig haben zum Leben, was reicht und was zu viel ist. Benedikt spricht im 34. Kapitel seiner Regel nicht explizit über die Fastenzeit aber ihm war klar: Das Notwendige ist nicht ein mehr oder weniger an Süssigkeiten, sondern es geht immer um ein mehr an Gott! Was brauche ich, um IHM näher zu kommen, was hindert mich daran, in Beziehung zu IHM zu treten. So können wir uns in der Fastenzeit fragen: Was hindert mich in meinem Leben an der Beziehung zu Gott, wovon gibt es zu viel oder zu wenig?
«Suche den Frieden und jage ihm nach» sagt der Psalmist, Friede ist allweg in Gott, sagt Bruder Klaus. Auch Benedikt wird Friedensstifter und Patron Europas genannt. Friedensstifter ist man aber nicht, man wird es ein Leben lang – wenn man sich der Gnade Gottes öffnet.
Bitten wir Gott in diesen Tagen, dass er uns die nötige Gnade gibt immer neu mit ihm in Beziehung zu treten und so zu Friedensstifterinnen zu werden.
Jeanine Dorothee Kosch, Oblatin Kloster Fahr
Foto Jeanine Dorothee Kosch
Führungen im Kloster Fahr
Übrigens: Eine individuelle Führung lädt ein zur Reise durch die lange und bewegte Geschichte des Klosters am Rande der Stadt Zürich, vermittelt Informationen zum Alltag der Benediktinerinnen vom Fahr und bietet unerwartete Einblicke hinter die Klostermauern.

