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Neuigkeiten aus dem Kloster

Gebet am Donnerstag

20. November 2025 - Donnerstagsgebet im Frauenkloster Au

2019 hat Irene Gassmann, Priorin des Klosters Fahr, das Donnerstagsgebet lanciert.
Es kommt bereits zum dritten Mal nach Einsiedeln. Die Benediktinerin bringt im Gebet ein wichtiges Anliegen zum Ausdruck: die Erneuerung der katholischen Kirche sowie gleiche Würde und Rechte für die Frauen in der Kirche.

Mit dem Fernrohr die Weite des gläubigen Herzens erkunden und wagemutig sein

Ein Bericht

Hinter Einsiedeln, jenseits des dortigen grossen Klosters und abseits der Strasse, für sich allein am Waldrand stehend, schien das Kloster Au plötzlich auf. Es war in Dunkelheit und Schneegestöber eingepackt. Seine Kirche umfing uns mit Wärme und Licht. Knapp hundert Menschen fanden sich ein. Die flotte Schar, alters- und geschlechterdurchmischt, füllte die nach hinten leicht ansteigenden Kirchbänke wie abgezählt aus. Die Menschen in ihren Reihen spitzten, nach vorne ausgerichtet, die Ohren. Sie lauschten. Franziska Keller, Sport-Mentaltrainerin IAP, trug vor, was «ihr Blick durch das Fernrohr», auf vier Aspekte von Glauben gerichtet, entdeckt und erfahren hatte. So berichtete sie von religiös verschiedenen Sakralbauten, beschrieb Aspekte des katholischen Glaubens und ihre persönliche Sozialisierung darin, skizzierte ihren Glaubensweg von damals bis heute. Zum Schluss blieb ihr Blick bei ihrem «Herzen», bei ihrer persönlichen Glaubenssehnsucht, stehen: Sie äusserte ihre Hoffnung, dass sich die Kirche weiterentwickle, - offen, dialogisch, bunt-, und, gleichwürdig mit den Frauen; sie sagte, sie wünsche sich eine Kirche, die inspiriere, die jede*n jederzeit auf dem individuellen Lebens- und Glaubensweg unterstützen könne.

Das daraufhin gemeinsam gesprochene «Gebet am Donnerstag» kreierte eine starke Resonanz mit der vernommenen Glaubenserkundung, ebenso das getragen schwungvolle gemeinsame Singen. Mit den Segensbitten brachten Priorin Irene Gassmann und Pfarrerin Réka Jaeggi unter anderem ihre Hoffnung zum Ausdruck, die ganze Welt möge sich dahingehend wandeln, dass Frauen und Männer in gleicher Augen- und Herzhöhe aufeinander zugingen und sich somit in gleicher Würde verbänden. Priorin Irene Gassmann ermutigte die Lauschenden zum Schluss mit einem Zitat der Mystikerin Mechthild von Magdeburg: «Worauf Gott seine Hoffnung setzt, das wage ich».

Der Abend wurde mit mundenden Getränken, feinem Zopf, feuchtem Lebkuchen und leichtem Änisgebäck abgerundet. Die Kulinarik der gastgebenden Benediktinerinnen passte gut, zu den angeregten Gesprächen, die entstanden waren.

Es sei an dieser Stelle allen namentlich erwähnten und nicht erwähnten Mitbeteiligten dieses Abends ganz herzlich gedankt!

Bea Geissmann, Gruppe Gebet am Donnerstag, Hägglingen

 

Fotos: Reka Jäggi

Fotolegende:
Franziska Keller-Müller gibt Zeugnis von ihrem Glaubensweg
Doris Grossenbacher leitet den Chor und Sebastian Bergholz begleitet am E-Piano
Priorin Irene bedankt sich für die Gastfreundschaft bei den Benediktinerinnen im Kloster Au

Gebet am Donnerstag Webseite

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Übrigens: Eine individuelle Führung lädt ein zur Reise durch die lange und bewegte Geschichte des Klosters am Rande der Stadt Zürich, vermittelt Informationen zum Alltag der Benediktinerinnen vom Fahr und bietet unerwartete Einblicke hinter die Klostermauern.