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Neuigkeiten aus dem Kloster

«Benedicta» – Gesegnete im Alltag

Die Benediktsregel ist eines der grossen Lebensbücher. Ihre Aktualität hat bis heute nichts von seiner Kraft verloren. Die Schwestern im Fahr leben nach dieser Regel.

Die Oblatinnen vom Kloster Fahr beschreiben mit eigenen Worten einzelne Abschnitte dieser benediktinischen Lebensweisheit und nehmen Sie mit auf die Spurensuche des eigenen «gesegnet-seins» im Alltag.

Die Impulse wechseln Anfang und Mitte Monat.

Benedicta zum 16. August 2026

RB 66 Vers 6,7                 Klausurbereich des Klosters

Wenn möglich ist das Kloster so anzulegen, dass sich alles Notwendige, nämlich Wasser, Mühle, Garten, innerhalb des Klosters befindet und die verschiedenen Arten des Handwerks dort ausgeübt werden können. So brauchen die Mönche/Nonnen nicht draussen umherzulaufen, denn das ist für sie überhaupt nicht gut.

Für Benedikt ist die Klausur ein Ausdruck der Beständigkeit. Er lehnt die Aussenwelt nicht ab, sondern er zieht durch die Klostermauern eine Grenze, die eine monastische Lebensform erst möglich macht. Diese Lebensform hilft das geistliche Leben zu verdichten, denn draussen herumzulaufen wäre vielleicht ein Zeichen, dass man sich selbst nicht mehr aushält.
Für mich als Oblatin, die die ganze Zeit «draussen herumläuft» ist es nicht immer leicht nachzuvollziehen, wie es sich anfühlt, fast sein ganzes Leben in der Abgeschlossenheit zu leben. Es gibt tatsächlich Schwestern hier im Kloster die ungern nach draussen gehen, die nie Ferien beanspruchen und lieber «zu Hause» bleiben. Die Klausur bietet ihnen Ruhe und Schutz und früher offensichtlich alles, was zum Leben benötigt wurde. Wie sieht es denn hinter diesen Klostermauern aus? Als Klostergast darf man mit den Schwestern im restaurierten Refektorium schweigend essen. Manchmal öffnen die Schwestern die Türe zum neugestalteten Garten in der Klausur. Und einmal, am 8.5. 2025, sassen wir Kirchenbesucher unerwartet mitten in der guten Stube der Schwestern in der Klausur vor dem Fernseher. Das Donnerstagsgebet in der Kirche fiel aus, denn es galt den eben neu gewählten Papst Leo zu beklatschen und zu feiern.

                                                                                        Ursina Maria Busenhart-Nüssli, Oblatin Kloster Fahr

Teil der Klostermauer, Foto Ursina Maria Busenhart-Nüssli

Führungen im Kloster Fahr

Übrigens: Eine individuelle Führung lädt ein zur Reise durch die lange und bewegte Geschichte des Klosters am Rande der Stadt Zürich, vermittelt Informationen zum Alltag der Benediktinerinnen vom Fahr und bietet unerwartete Einblicke hinter die Klostermauern.