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Neuigkeiten aus dem Kloster

«Benedicta» – Gesegnete im Alltag

Die Benediktsregel ist eines der grossen Lebensbücher. Ihre Aktualität hat bis heute nichts von seiner Kraft verloren. Die Schwestern im Fahr leben nach dieser Regel.

Die Oblatinnen vom Kloster Fahr beschreiben mit eigenen Worten einzelne Abschnitte dieser benediktinischen Lebensweisheit und nehmen Sie mit auf die Spurensuche des eigenen «gesegnet-seins» im Alltag.

Die Impulse wechseln Anfang und Mitte Monat.

1. Mai 2026    RB 73: Die Regel als Anfang unseres Weges…

„Wer auch immer du bist, wenn du also zum himmlischen Vaterland eilst, nimm diese einfache Regel als Anfang und erfülle sie mit der Hilfe Christi.“                  RB 73,8

Am Ende des letzten Kapitels seiner Regel richtet sich Benedikt wie im Prolog noch einmal direkt an den“ Leser“ und spricht ihn und damit auch uns an: „Wer auch immer du bist“. - Ja, wirklich jede(r) darf sich hier persönlich angesprochen fühlen!

Was dann folgt ist vielleicht etwas befremdlich: „wenn du also zum himmlischen Vaterland eilst“. -  Wir sind oft in Eile – zur Arbeit, zu einem Arzttermin, ja selbst in der Freizeit -, aber zum „himmlischen Vaterland“? - Benedikt sieht unser Leben als Ganzes, als ein Unterwegssein auf ein letztes Ziel hin: aus der Zeit in die Ewigkeit, aus Vergänglichem zu Unvergänglichem, aus diesem irdischen Erdenleben zu einer bleibenden, „himmlischen“ Heimat, letztlich zu Gott.

Damit dieser Weg gelingt will Benedikt Hilfe geben: mit seiner „sehr kleinen Anfängerregel“ – so die wörtliche Übersetzung aus dem Lateinischen. Diese Regel enthält Weisungen, die uns immer wieder an das letzte Ziel unseres Lebens erinnern und die uns helfen, dieses Ziel nie aus dem Blick zu verlieren. Ein Leben, das ein Ziel hat und das sich im Miteinander und im Dasein füreinander bewährt, hat Sinn.

Mit einem Zitat von Václav Havel möchte ich schließen: „Das Leben ist viel zu kostbar, als dass wir es entwerten dürften, indem wir es leer und hohl, ohne Sinn, ohne Liebe und letztlich ohne Hoffnung verstreichen lassen.“                        

                                                                    Renate Francesca Köbeler, Oblatin Kloster Fahr

Führungen im Kloster Fahr

Übrigens: Eine individuelle Führung lädt ein zur Reise durch die lange und bewegte Geschichte des Klosters am Rande der Stadt Zürich, vermittelt Informationen zum Alltag der Benediktinerinnen vom Fahr und bietet unerwartete Einblicke hinter die Klostermauern.