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Neuigkeiten aus dem Kloster

«Benedicta» – Gesegnete im Alltag

Die Benediktsregel ist eines der grossen Lebensbücher. Ihre Aktualität hat bis heute nichts von seiner Kraft verloren. Die Schwestern im Fahr leben nach dieser Regel.

Die Oblatinnen vom Kloster Fahr beschreiben mit eigenen Worten einzelne Abschnitte dieser benediktinschen Lebensweisheit und nehmen Sie mit auf die Spurensuche des eigenen «gesegnet-seins» im Alltag.

Die Impulse wechseln Anfang und Mitte Monat.

16.6.2024

„… niemand soll verwirrt und traurig werden im Hause Gottes.“    RB 31,19

Diese Worte schreibt Benedikt im Kapitel über den Cellerar des Klosters, der für die Gemeinschaft, besonders aber für die Kranken, Gäste und Armen zu sorgen hat. Er soll sein Amt so verwalten, dass keiner „verwirrt und traurig“ wird.

Menschen können uns verwirren, uns manchmal ganz schön durcheinanderbringen – mit Fake News, mit unstimmigen Worten oder Taten. Gott dagegen verwirrt niemals; er schenkt immer Klarheit und inneren Frieden.

Traurig machen“ und „traurig werden“ sind Schlüsselworte in der Regel Benedikts – allein in Kapitel 31 kommt es zweimal vor: Jede(r) soll bekommen, was sie/er braucht, keiner soll überfordert werden.
Wir können uns fragen, was oder wer uns traurig macht. Traurigkeit raubt uns Energie, macht mutlos, vertreibt die Freude und verstellt uns oft den Blick in die Zukunft.

Benedikt wünscht eine Atmosphäre der Angstfreiheit, der Freude in seiner Gemeinschaft. Bezeichnend ist eine Episode aus seiner Lebensbeschreibung: Ein einfacher Mönch verliert bei seiner Arbeit im Garten vor lauter Schwung sein Arbeitsgerät, das in einen tiefen See fällt. Darauf bekennt er niedergeschlagen seinen Fehler. Benedikt kommt selbst, holt das Gerät auf wunderbare Weise aus dem See und reicht es dem Bruder mit den Worten: „Da, schau! Arbeite und sei nicht traurig!“

Wie können wir, wie kann ich in meinem Lebensbereich dazu beitragen, dass „keiner verwirrt oder traurig wird“?

                                                                    Renate Francesca Köbeler, Oblatin Kloster Fahr

Führungen im Kloster Fahr

Übrigens: Eine individuelle Führung lädt ein zur Reise durch die lange und bewegte Geschichte des Klosters am Rande der Stadt Zürich, vermittelt Informationen zum Alltag der Benediktinerinnen vom Fahr und bietet unerwartete Einblicke hinter die Klostermauern.