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Neuigkeiten aus dem Kloster

«Benedicta» – Gesegnete im Alltag

Die Benediktsregel ist eines der grossen Lebensbücher. Ihre Aktualität hat bis heute nichts von seiner Kraft verloren. Die Schwestern im Fahr leben nach dieser Regel.

Die Oblatinnen vom Kloster Fahr beschreiben mit eigenen Worten einzelne Abschnitte dieser benediktinschen Lebensweisheit und nehmen Sie mit auf die Spurensuche des eigenen «gesegnet-seins» im Alltag.

Die Impulse wechseln Anfang und Mitte Monat.

Die Arten der Mönche (RB 1)

Zum Ersten August habe ich in der Benediktsregel nach dem Wort Heimat gesucht und so nicht gefunden. Im Ersten Kapitel, wo die Arten der Mönche beschrieben werden, werden aber die «Gyrovagen» beschrieben. Das sind jene Mönche, die immer unterwegs sind, nie beständig ziehen sie ihr Leben lang landauf und landab. Diese Form des Wandermönchtums war als asketische Heimatlosigkeit gedacht.

Benedikt kritisiert diese Mönchsform, da sich diese Männer weder in eine Gemeinschaft einfügen wollen, noch als Eremiten die Last des wirklich einsamen Lebens auf sich nehmen wollen.

Das Wort Heimat wie wir es kennen beschreibt Benedikt nicht, für ihn ist auf der einen Seite die Gemeinschaft wichtig – mit allen Freuden und Leiden – aber wirkliche «Heimat», die Sehnsucht nach der inneren Geborgenheit, die findet der Mönch und die Nonne nur bei Gott.

So bleibt die Frage für mich: Wo ist meine Heimat? Was bedeutet für mich Gemeinschaft? Was sagen die Worte Benedikts mir als Oblatin, welche versucht die Regel in der Welt zu leben?

                        Jeanine Dorothee Kosch, Oblatin Kloster Fahr

Führungen im Kloster Fahr

Übrigens: Eine individuelle Führung lädt ein zur Reise durch die lange und bewegte Geschichte des Klosters am Rande der Stadt Zürich, vermittelt Informationen zum Alltag der Benediktinerinnen vom Fahr und bietet unerwartete Einblicke hinter die Klostermauern.