Kloster Fahr

Impuls zu Ostern

 

 

In diesen jubelnden Worten Silja Walters kommt zum Ausdruck, welche Freude die Auferstehung Christi nicht nur für uns Menschen bedeutet, sondern für die ganze Schöpfung, sogar über die Erde hinausgehend:

Dein Leben, dein Leben,
o Gloria, Gott!

Eint alle Substanzen
des Weltalls zum Ganzen,
fliesst glühend wie Wein
in Gestirn und Gestein
und bringt den Kosmos zum Tanzen.
O Gloria, Gott!

Diese Weitung des Blicks in das All kann wohltuend sein, gerade wenn wir in den „irdischen“ Sorgen und Herausforderungen beinahe unterzugehen drohen. Ab und zu aus ihnen herauszutreten und die Komplexität der Schöpfung staunend zu bewundern lässt einen durchatmen und dankbar werden, jetzt ein winziger Teil davon sein zu dürfen.

Du Leben, du Leben,
o Gloria, Gott!

Aus heimlichen Toren
der Zellen und Poren
wird Sein und Gestalt
und Kraft und Gewalt
des Kosmos gezeugt und geboren.

Dein Leben, dein Leben,
o Gloria, Gott!

Ich höre beim Lauschen
ein dauerndes Tauschen
von Tod und Erstehn
im silbernen Drehn
des Alls, das die Himmel umrauschen.
O Gloria, Gott!

Die Schöpfung ist geprägt vom „Tod und Erstehn“. Ähnlich dem Pascha-Geheimnis vom Tod und der Auferstehung Jesu, das wir in diesen Tagen besonders feiern, das zugleich einmalig war und doch ganz Gegenwart bleibt. Ihnen allen ein frohes und gesegnetes Osterfest!

 

Quelle: Silja Walter, „Lauter Licht. Ein Fasten- und Osterbegleiter“, S. 108
Vorliegender Text: Novizin Judith Samson

 

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