Kloster Fahr

Impuls zum ersten Fastensonntag

Am Mittwoch hat nun wieder die Fastenzeit begonnen. Wir möchten sie gemeinsam mit Silja Walter, Sr. Hedwig, durch- und erleben, jeweils an den Fastensonntagen mit einem Impuls von ihr. Wir beginnen mit einem Nachklang auf den Aschermittwoch:

Asche im Haar.

Das haben viele Gläubige dieses Jahr so erlebt. Statt Aschenkreuz auf der Stirn, eines im Haar. Wenn die Geste auch nicht spürbar ist, so bleibt sie doch sinnlich. Und diese sinnliche Erfahrung schwingt bei Sr. Hedwig mit. Damit bekommt die herbe Mahnung „Gedenke Mensch, dass du Staub bist“ zugleich einen sanften, beinahe zärtlichen Beiklang.

Wahr
ist die Zeichen
vom Sein ins Vergehen
In Scherben zerbricht,
was ich bin und
war.

Das trifft sicher einige, die sich in dieser Ausnahmesituation vielleicht ungewohnt erleben und sich fragen: wer bin ich eigentlich? Was macht mich eigentlich aus? Gerade wenn man den Beruf, seine Berufung, nicht leben kann oder nur in einer Form, die sehr reduziert ist. Aber es ist eben auch die Zeit vieler kreativer Neu-Aufbrüche mit der Auferstehung schon im Blick. Beides ist zugleich da:

Doch mit Asche im Haar
läuft mein Sein
zum Staube
singend,
weil ich glaube und liebe,
auferstanden
zu Gott.

 

Aus: Das Silja Walter Gottesdienstbuch, Impulse und Lesetexte
Verfasserin des vorliegenden Textes: Kandidatin Judith Samson

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Text: Susann Bosshard-Kälin

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