Kloster Fahr

«Schöpfungszeit»

Am 1. September beginnt mit dem „Weltgebetstag für die Schöpfung“ die ökumenische Schöpfungszeit, die am 4. Oktober, dem Gedenktag des Heiligen Franziskus, endet. Papst Franziskus hat die Schöpfungszeit 2015 auf Anregung der Orthodoxie auch in die Katholische Kirche eingeführt. In demselben Jahr hatte er seine Umwelt-Enzyklika „Laudato Si“ herausgegeben. Darin ruft er „jeden Menschen auf dem Planeten“ angesichts der akuten Umweltkrise, die vor allem die Ärmsten trifft, auf, Sorge für „das gemeinsame Haus“, unsere Erde, zu tragen.

Mit Impulsen aus der Enzyklika oder von Silja Walter, in deren Texten die Schöpfung ebenfalls eine große Rolle spielt, möchten wir Sie jede Woche mit einem neuen Text einladen, die ökologische Spiritualität des Papstes kennenzulernen.

7. September: Achtsamkeit

  • Und alles, was lebt,
    sich regt und bewegt,
    sich grün und silbern verströmt darinnen.
    schaut alles mich an und sagt,
    Du
    Zu mir.

    Wer ruft mir?
    Wer ist es?
    Wer birgt, wer verbirgt sich
    im Anruf der Dinge?
    Dass ich erwache und horche
    und innerlich singe –
    Wer geht denn mit mir,
    dass die Welt wie ein Tor, eine Tür
    sich öffnet
    ins Ganze-?
    Mein Gott, du selber, du selber – – –
    Ich tanze!
    Amen.
    (Silja Walter; GA, Band 8)

Wie Silja Walter hier beschreibt, dass wir den Anruf Gottes an uns wahrnehmen können, wenn wir achtsam die uns umgebende Natur wahrnehmen, so ruft auch Papst Franziskus wiederholt zur Achtsamkeit auf. Er führt die innere Bewegung von der Naturwahrnehmung, zur Begegnung mit Gott weiter in eine Haltung der Achtsamkeit in all unserem Tun, auch dem gesellschaftlichen Engagement:

  • Die Liebe voller kleiner Gesten gegenseitiger Achtsamkeit betrifft auch das bürgerliche und das politische Leben und zeigt sich bei allen Gelegenheiten, die zum Aufbau einer besseren Welt beitragen.

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Text: Susann Bosshard-Kälin

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