Kloster Fahr

«Schöpfungszeit»

Am 1. September beginnt mit dem „Weltgebetstag für die Schöpfung“ die ökumenische Schöpfungszeit, die am 4. Oktober, dem Gedenktag des Heiligen Franziskus, endet. Papst Franziskus hat die Schöpfungszeit 2015 auf Anregung der Orthodoxie auch in die Katholische Kirche eingeführt. In demselben Jahr hatte er seine Umwelt-Enzyklika „Laudato Si“ herausgegeben. Darin ruft er „jeden Menschen auf dem Planeten“ angesichts der akuten Umweltkrise, die vor allem die Ärmsten trifft, auf, Sorge für „das gemeinsame Haus“, unsere Erde, zu tragen.

Mit Impulsen aus der Enzyklika oder von Silja Walter, in deren Texten die Schöpfung ebenfalls eine große Rolle spielt, möchten wir Sie jede Woche mit einem neuen Text einladen, die ökologische Spiritualität des Papstes kennenzulernen.

 

 

1. September:
Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung

Die Bewahrung der Schöpfung beginnt Franziskus zufolge mit einer Neuausrichtung der Menschen:
  • Wenn „die äußeren Wüsten in der Welt wachsen, weil die inneren Wüsten so groß geworden sind“, ist die Umweltkrise ein Aufruf zu einer tiefgreifenden inneren Umkehr. (LS 217)
So wünscht sich Franziskus, Benedikt XVI zitierend, eine umfassende ökologische Umkehr. An die Christ/innen gerichtet, macht er deutlich, dass der Einsatz für das „gemeinsame Haus“ zentral zu einem christlichen Leben dazu gehört:
  • Die Berufung, Beschützer des Werkes Gottes zu sein, praktisch umzusetzen, gehört zu einem tugendhaften Leben; sie ist weder etwas Fakultatives noch ein sekundärer Aspekt der christlichen Erfahrung. (LS 217)
Er gibt praktische Beispiele wie das im Alltag aussehen kann und stellt fest, dass auch kleine Alltagsgesten so durch eine achtsame innere Haltung eine tiefe Bedeutung bekommen:
  • Etwas aus tiefen Beweggründen wiederzuverwerten, anstatt es schnell wegzuwerfen, kann eine Handlung der Liebe sein. (LS 211)
Wir können also ganz konkret etwas in unserem Alltag tun und müssen nicht vor der großen Herausforderung der Klimakrise verzagen. Immer wieder betont der Papst, dass jede(r) in seinen/ihren Fähigkeiten entsprechend, sich einsetzen kann.
Auch Silja Walter beschreibt in ihrem „Fastenopferlied“ unseren Auftrag zur Gestaltung der Welt, die sie als Paradies beschreibt und damit unterstreicht, dass das Himmelreich schon jetzt hier auf Erden angebrochen ist:
  • Jede, jeder von uns trägt seine Summe von Kräften, Keimen, Möglichkeiten, zur Gestaltung des Paradieses im Jetzt und Hier in sich. Jeder kommt mit dem Schöpfungsauftrag Gottes zur Welt:
    Entfalte, gestalte!

 

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