Der regelmässige Wechsel zwischen Gebet, Arbeit wirkt an sich schon beruhigend und ausgleichend auf Körper und Seele des Menschen. Dennoch gehören auch kurze, dafür aber regelmässige Phasen der Erholung zur Tagesordnung Benedikts. Zu den alltäglichen festen Erholungszeiten gehören etwa die Mahlzeiten, die schweigend eingenommen, wirkliche „Mahl-Zeiten“ sind. Eine andere Form der Erholung ist die Mittagspause oder die allabendliche Zeit der Rekreation. Diese dient der gemeinsamen Entspannung am Ende des Tages und fördert so bewusst das Gemeinschaftsgefühl.

Tägliche Pausen
Neben diesen alltäglichen Erholungszeiten gibt es auch im Kloster regelmässig wiederkehrende Freitage. In erster Linie gehören dazu natürlich die Sonn- und Feiertage, aber auch die persönlichen Feste, wie Geburts- oder Namenstage der Schwestern werden in der Gemeinschaft spontan und fröhlich gefeiert.

Lässe
Zwei Mal im Jahr findet die sogenannte „Lässe“ statt. „Lässe“ kommt von Aderlass. In früheren Zeiten wurde den Schwestern zweimal jährlich Blut entnommen. Das neu gebildete Blut sollte die Gesundheit fördern. Zur Erholung mussten die Schwestern nach dem Aderlass vier Tage lang nicht arbeiten und bekamen kräftigere Mahlzeiten. Wenn der Aderlass als solcher auch nicht mehr praktiziert wird, so blieb doch in den meisten  Klöstern der Brauch der „Lässe“ als vier freie, ungezwungene Tage erhalten.

Ferien
Auch Ferien sind kein Fremdwort. Im Winter macht die Gemeinschaft als Ganze eine Woche Ferien zu Hause im Kloster Fahr. Zusätzlich stehen jeder Schwester pro Jahr wei Wochen Ferien zu, die sie im Gästehaus eines anderen Klosters verbringen kann.