Medienmitteilung

Projekt „Schreibzelle“ vom Kloster Fahr erhält grosse Spende

(pd/ Kloster Fahr, 27. Juli 2011) Die Sängerin und Komponistin Agnes Hunger übergab Priorin Irene Gassmann einen Check in der Höhe von Fr. 1'250.— für das Projekt „Schreibzelle“ des Klosters. Dieser stolze Betrag wurde anlässlich der Aufführung „Die Schöpfungswoche des Paracelsus“ von Silia Walter am 22. Mai dieses Jahres in der Verenaschlucht als Kollekte aufgenommen.

Agnes Hunger als Vokalkünstlerin, Franziskus Abgottspon als Sprecher und Jimmy Gmür an Akkordeon und Piano führten unter der Leitung von Barbara Schlumpf „Die Schöpfungswoche des Paracelus“ der Benediktinerin auf. Silja Walter freute sich sehr über die Aussicht, dass ihr Werk in der Verenaschlucht aufgeführt werden sollte. Leider konnte sie selbst am Erfolg der Veranstaltung nicht mehr teilhaben.

Als die Schriftstellerin am 31. Januar diesen Jahres verstarb, entschieden die Organisatoren, das Stück dem Andenken von Silja Walter zu widmen, auf Eintrittspreise zu verzichten und stattdessen eine Kollekte für das Projekt „Schreibzelle“ im Kloster Fahr aufzunehmen. Ursprung dieses Projektes ist der Schreibwettbewerb zum 90. Geburtstag von Silja Walter im Jahr 2009. Seither steht im Kloster Fahr eine Zelle für junge Menschen im Alter von 16 bis 30 Jahren bereit, in der sie ihren Beitrag zum „Fahrer Psalmen-Buch“ verfassen können. Das Projekt findet reges Interesse: heute wird bereits am zweiten Psalmenbuch geschrieben. Junge Menschen kommen alleine oder in Gruppen, um Klosterluft zu schnuppern und ihre Gedanken, Gefühle, Sehnsüchte und Erfahrungen in Worten niederzuschreiben.

Priorin Irene Gassmann will den gespendeten Betrag dafür verwenden, um das Projekt weiter bekannt zu machen, damit das Anliegen von Silja Walter, junge Menschen fürs Schreiben zu begeistern, weiter getragen werden kann.

Weitere Informationen zur Schreibzelle unter www.kloster-fahr.ch .

Verena Huber-Halter, Medienstelle Kloster Fahr

Fotolegende:
Übergabe der Spende für die Schreibzelle
Brigitte Hunger, Priorin Irene Gassmann, Agnes Hunger (v. li.)
(Foto: Herbert Eisenring)

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Auszeichnung für das Kloster Fahr: Eine der historisch bedeutendsten Gartenanlagen der Schweiz

(pd. Kloster Fahr/Regensberg, 8.Juni 2011) Der Priorin des Klosters Fahr, Irene Gassmann, wurde am Mittwoch, 8. Juni 2011 in Regensberg der Dr. Rudolf Maag-Preis 2011 überreicht. Die Klosteroberin erhielt diese Auszeichnung stellvertretend auch für die verantwortlichen Gartenschwestern und in Anerkennung der sorgfältigen Pflege und Förderung der klösterlichen Gartenkultur. Die benediktinische Gemeinschaft am Rande der Stadt Zürich bewirtschaftet innerhalb ihrer Klostermauern fünf Gärten – ein reicher Erfahrungsschatz aus Jahrhunderten.

In feierlichem Rahmen wurde der Priorin des Klosters Fahr, Irene Gassmann, im Haus Engelfrid in Regensberg der Dr. Rudolf Maag-Preis 2011 überreicht. Die Klostervorsteherin wurde von der Lotte und Willi Günthart-Maag-Stiftung als Vertreterin der Benediktinerinnengemeinschaft ausgezeichnet, die eine der historisch bedeutendsten Gartenanlagen der Schweiz bewahrt hat und weiterhin pflegt. Im Weiteren wurde die auf jahrhundertealtem Wissen basierende Pflanzenpflege gelobt; ebenso die Weitergabe dieses reichen Wissens an die Absolventinnen der Bäuerinnenschule im Kloster Fahr.

Benediktinische Gartenkultur seit dem 5. Jahrhundert

In ihren Erläuterungen gingen Priorin Irene Gassmann und Schwester Beatrice Beerli, Modulverantwortliche «Gartenbau» an der Bäuerinnenschule, auf den Auftrag ihrer Gemeinschaft ein, den reichen Erfahrungsschatz der Klostergärten zu hüten, zu pflegen und an nächste Generationen weiterzugeben. «Das Kloster Fahr ohne Gärten ist unvorstellbar! Bereits der heilige Benedikt hat im 5. Jahrhundert in seiner Regel die Notwendigkeit eines Gartens für eine Klosteranlage genannt. Die Pflege und Bewirtschaftung unserer Gärten hat einen hohen Stellenwert. Wir pflanzen Gemüse und Beeren für die Selbstversorgung, Heilkräuter für die Apotheke und den Klosterladen sowie Blumen zur Zierde. An unserer Bäuerinnenschule können junge Frauen aus Stadt und Land vom reichen Erfahrungsschatz aus Jahrhunderten, kombiniert mit aktuellsten Erkenntnissen des Gartenbaus profitieren.»

Die Fahrer Klostergärten -– Farbe, Lebendigkeit und Orte der inneren Einkehr

Die fünf unterschiedlich gestalteten Gärten im Kloster Fahr – der barocke Kräutergarten, ein typischer barocker Kreuzgarten mit über dreissig Heil-, Tee- und Küchenkräutern, der Nutzgarten mit Gemüse und Beeren für die Selbstversorgung, der Schulgarten mit Raritäten in Mischkultur, der würdevolle Klosterfriedhof sowie die acht Meter Durchmesser aufweisende Kräuterspirale – verleihen der Klosteranlage Farbe sowie Lebendigkeit und sind ein wesentlicher Teil der klösterlichen Kultur. In den Klostergärten wird nicht nur angebaut; sie sind auch eine Wohltat fürs Auge und dienen der Entspannung und Kontemplation, sind Orte der inneren Einkehr, Ruhe und Meditation.

Priorin Irene ist 38. Preisträgerin

Frank Schäfer, der Präsident der Lotte und Willi Günthart-Maag-Stiftung sowie Stiftungsrat Dr. Klaus Bohnen, überreichten Priorin Irene Gassmann das Preisgeld in Höhe von 12‘000 Franken sowie eine Urkunde. Die Stiftung, 1971, anlässlich des 125 Jahr-Jubiläums der Firma Dr. Rudolf Maag AG, Dielsdorf, errichtet, bezweckt unter anderem periodisch die Verleihung eines Preises zur Auszeichnung schweizerischer und ausländischer Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um die Pflege und Förderung der Pflanze verdient gemacht haben. Die Priorin des Klosters Fahr ist die 38. Preisträgerin.

Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom casalQuartett mit Felix Mendelssohns Streichquartett op.13 in a-moll.

Susann Bosshard-Kälin Medienstelle Kloster Fahr

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Ausstellung

Unter dem Motto des Kursspruches 'Das Gramm Gold entdecken, das in jedem Menschen verborgen ist' präsentieren die Teilnehmerinnen die Module des bäuerlich-hauswirtschaftlichen Fachkurses sowie die Arbeiten vom Frühlingskurs 2011.

Am Freitag, 29. Juli ab 13.30 Uhr bis 21.00 Uhr

Modeschau 14.30 / 17.30 / 20.00

Gartenrundgänge 16.00 / 19.00


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Silja Walters letztes Tagebuch

«Tanzen heisst auferstehen»

(pd/Kloster Fahr, 8. April 2011) Am Passionssonntag 1948, vor 63 Jahren also, ist sie ins Kloster Fahr eingetreten: die bekannte Benediktinerin und Schriftstellerin, Schwester Hedwig (Silja) Walter, die Ende Januar 2011 in ihrem 92. Lebensjahr verstorben ist. Am Passionssonntag 2011 wird ihr letztes Tagebuch «Tanzen heisst auferstehen» erscheinen. Im Rahmen eines Passions-Konzerts in der Klosterkirche im Fahr (Joseph Haydns «Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze») werden neben anderen Texten von Silja Walter auch Abschnitte aus diesem, ihrem letzten Tagebuch vorgelesen. Die Veranstaltung ist öffentlich.

Schwester Hedwigs letztes Tagebuch, intime und eindrückliche Zeilen, die sie in den letzten Monaten ihres irdischen Lebens verfasste, hat die Priorin des Klosters Fahr, Irene Gassmann, dem Paulus Verlag, Fribourg, zur Veröffentlichung überlassen. Dr. Ulrike Wolitz, Theologin und redaktionelle Leiterin der Silja Walter Gesamtausgabe meint im Vorwort: «Eine leise Ehrfurcht begleitete die Drucklegung. Behutsam muss alles sein, was Hand an das letzte Tagebuch anlegen darf.» Das 64 Seiten umfassende, sorgfältig gestaltete Werk ist berührend, ergreifend, ein Dialog mit Gott und mit der Welt, der sie sich in der Abgeschiedenheit der Klausur auch in ihren letzten Wochen stellte; immer wieder war es auch ein Ringen und eine Auseinandersetzung mit Schmerz und Leid.

«Tanzen» - das letzte geschriebene Wort Silja Walters, zieht sich wie ein roter Faden durch ihre Werke – Tanz ist Ausdruck ihrer Spiritualität und Gotteserfahrung. Priorin Irene Gassmann: «Es könnte kein treffenderes Schlusswort aus Deiner Feder geben. Ich stelle mir vor, wie Du mir jetzt – wo du dahinter siehst und im endlosen Tanz Dich bewegst – über die Schulter schaust und sagst: «Ach, das letzte Wort, das ist jetzt überhaupt nicht mehr wichtig!»

Passionskonzert mit Texten von Silja Walter

Zwischen der Musik «Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze» von Joseph Haydn – interpretiert vom Sarastro Quartett (Violine, Viola und Violoncello) werden – wie das in der Epoche des grossen Komponisten üblich war – meditative Texte gelesen; Texte von Silja Walter, unter anderem auch Abschnitte aus ihrem letztem Tagebuch «Tanzen heisst auferstehen».

Das eineinhalbstündige meditative Passionskonzert im Kloster Fahr ist öffentlich.

Konzert zum Passionssonntag mit Texten von Silja Walter: 10. April 2011, 17.00 Uhr, Klosterkirche Fahr.

«Tanzen heisst auferstehen», Letztes Tagebuch von Schwester Hedwig, Silja Walter, Paulus Verlag, Fribourg, ISBN 978-3-7228-0807-9; CHF 19.80; erhältlich nach dem Konzert und in den Klosterläden Fahr und Einsiedeln sowie im Buchhandel.

Susann Bosshard-Kälin, Medienstelle Kloster Fahr