|
|
 |

|
Medienmitteilung
Erste Million beisammen
(pd/ Kloster Fahr, 31. Januar 2011) Das Kloster Fahr hat für die Sanierungsarbeiten an seinen Gebäuden die erste von 20 Millionen Franken gesammelt. „Wir haben noch viel Arbeit vor uns“, meinte Alt-Stadtammann von Baden, Josef Bürge, Mitglied der Arbeitsgruppe «Renovation / Mittelbeschaffung» des Vereins Pro Kloster Fahr.
Vor dem neu errichteten Spendenbarometer an der Klosterscheune im Kloster Fahr wurde heute über die Sammelaktion Bericht erstattet. Die Kostenschätzung für die teils dringlichen Sanierungsarbeiten an den Klostergebäuden geht von einem Mittelbedarf in der Höhe von 20 Millionen Franken aus. Mit diesem Betrag sollen nicht nur die barocke Klosteranlage sondern auch rund 20 Nebengebäude saniert werden können. Heute konnte das Spendenbarometer eingeweiht und die erste Markierung bei 1 Million Franken angebracht werden.
Mit ihren Beiträgen helfen die Spender nicht nur ein Kulturgut zu erhalten. Sie bekunden damit auch eine Wertschätzung und das ist für die Schwestern mit grosser Freude verbunden. Die Zürcher Kantonalbank begründete ihre grosszügige Spende beispielsweise folgendermassen: „Das Kloster Fahr ist für viele Menschen ein Ort der Begegnung sowie historisch gesehen eine sehr wertvolle Anlage, welche unbedingt erhalten werden muss.“ Auch die Stadt Zürich hat einen grossen Beitrag geleistet: „Die grüne Oase vor den Toren der Stadt Zürich ist heute mehr denn je für unzählige Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher ein beliebtes Ausflugsziel. Aufgrund der geschichtlichen und bis heute andauernden Verbundenheit der Stadt Zürich mit dem Kloster Fahr soll die Renovation des barocken Kulturgutes unterstützt werden.“
Bild: Priorin Irene markiert die erste Million
Josef Bürge erklärte, dass in den nächsten 18 Monaten dringliche Sanierungsarbeiten in der Höhe von CHF 3.6 Mio. anstehen. Dringlich sind diese Arbeiten aus Sicherheitsaspekten, wie die Erneuerung der Elektroinstallationen oder Erstellung von Brandschutzmassnahmen. Auch ökologische Gründe machen Investitionen nötig, so der Ersatz der Fenster mit Einfachverglasung. In den nächsten 10 Jahren, werden schätzungsweise weitere CHF 7.7 Mio. anfallen. Notwendig sind die Renovation des Kirchturms, der Freskomalereien im Friedhof oder Arbeiten in der Bäuerinnenschule und anderen Nebengebäuden. Fassaden und Dächer sowie die Unterhaltsarbeiten in den Innenräumen sind zuletzt geplant und werden mit weiteren CHF 9.1 Mio. veranschlagt. Das Kloster Fahr kann aus eigener Leistung jährlich CHF 200'000. aufbringen. Aufgrund der kulturellen Bedeutung der Klosteranlage kann mit Beiträgen seitens der Denkmalpflege gerechnet werden.
Das Kloster Fahr, das sonst der Ort ist, wohin sich viele Menschen wenden, um Kraft zu tanken, wo man Stille, Gastfreundschaft und kulturelle Bereicherung finden kann, braucht also für einmal selber Hilfe. Die Spenden werden über das eigene Konto in der Stiftung Pro Kloster Einsiedeln gesammelt.
Taufe, Firmung und Wiedereintritt in die Kirche im Kloster Fahr
Meine Seele dürstet nach dir
(pd/ Kloster Fahr, 23. Januar 2012) Zur Eucharistiefeier im Kloster Fahr am vergangenen Sonntag fanden sich sechs Erwachsene ein, um die Taufe zu empfangen, gefirmt zu werden oder ihren Wiedereintritt in die Katholische Kirche zu feiern. Generalvikar Dr. Josef Annen, der die Feier zelebrierte, war überzeugt, dass auch im Himmel grosse Freude sei: „Meine Tochter, mein Sohn, hat sich aufgemacht und hat Heimat gefunden bei Jesus Christus, dem Herrn und Retter.

Übergabe der Taufkerze (v.li.: neu Getaufte, Sr. Marianne Waltert, Generalvikar Dr. J. Annen)
Aufgemacht hatten sich diese Menschen schon vor einiger Zeit. Ihre Suche nach der Wahrheit führte sie ins Kloster Fahr zu Sr. Marianne Waltert. Dort bietet die Theologin und Ordensschwester im Auftrag des Generalvikariats für die Kantone Zürich und Glarus den mehrteiligen Glaubenskurs „Glauben suchen Heimat finden“ an. Derselbe Lehrgang findet auch im Zentrum für christliche Spiritualität in Zürich unter der Leitung von Dr. Rudolf Vögele statt. Die Absolventen haben gemäss Kursausschreibung die Möglichkeit, sich in die katholische Kirche aufnehmen zu lassen. Diesen Weg wählten heute eine Taufkandidatin, vier Firmlinge und ein Mann, der wieder in die Kirche eintreten wollte.
Ein bereichernder Kurs
Im Kurs, der im vergangenen November seinen Abschluss fand, nahmen ganz unterschiedliche Menschen teil und auch die Motivation, den Kurs zu besuchen war dementsprechend vielfältig. Ein schon beinahe verschworenes Grüppchen habe sich aus dieser Klasse gebildet, meinte ein Kursteilnehmer. Man habe die Diskussion und das Gespräch untereinander schätzen gelernt und der Austausch habe gefehlt, als während den Sommerferien keine Kurstage angeboten wurden. Die Atmosphäre im Kloster Fahr sei einmalig, war von allen zu hören, und die Kursleiterin überzeuge durch ihre Authentizität: sie lebe, was sie im Kurs vermittle.
Ein Ehepaar - beides aktive Katholiken - wollte im Kurs mehr über den Glauben und ihre Kirche erfahren. Diese Erwartung wurde vollumfänglich erfüllt. Sr. Marianne habe sehr gute Kursunterlagen zur Verfügung gestellt und ihr Wissen sei enorm. Dadurch hätten sie viel Neues gelernt. Es sei spannend gewesen, festzustellen, dass alles in der katholischen Kirche seine Bedeutung habe.
Die Kirche zum Anfassen
Der Physiker, der seinen Wiedereintritt feierte, hatte nach dem Austritt aus der Kirche an unterschiedlichen Orten nach Wahrheit gesucht. Sein Weg führte ihn zunächst in eine freikirchliche Organisation. Später war er von Calvin fasziniert und las alles, was er über seine religiösen Vorstellungen finden konnte. Die darauf folgende Auseinandersetzung mit den Kirchenvätern führte ihn jedoch geradewegs wieder zurück in die katholische Kirche. Ihm scheint diese Kirche heute die „wahre“ Kirche zu sein. Er schätze ihre Beständigkeit: „Gottes Wort hat seit zweitausend Jahren Bestand wie könnte sich da der Glaube wandeln?“, meinte er.
Der ursprünglich reformierte Firmling bezeichnete seinen Weg als regelrechten Spiessrutenlauf. Er habe Ausflüge in die Freikirche gemacht, sei wieder zurück in die reformierte Kirche, habe aber dort keine Heimat finden können. Für ihn sei die katholische Kirche eine Kirche zum „anfassen“, sie sei lebendig und farbig: Eine Kirche, in der er sich wohl fühle.
Eine Kursteilnehmerin erzählte, dass sie in einer Freikirche aufgewachsen sei. Der Glaube sei also immer wichtig gewesen in ihrem Leben. Sie sei allerdings mit der Angst vor Gott gross geworden. Durch eine TV-Dokumentation sei sie auf die katholische Kirche aufmerksam geworden. Im Filmbericht über ein Kloster in England hätten die Mönche eine so grosse Liebe und Sicherheit ausgestrahlt, wie sie es noch nie bei einem gläubigen Menschen gesehen habe. Durch die Teilnahme am Glaubenskurs hoffte sie, dies auch für sich selber finden zu können.
Im Glaubenskurs von Sr. Marianne Waltert konnten zweifellos alle Teilnehmer wieder neu Heimat im Glauben und in der Kirche finden. Wie Generalvikar Dr. Josef Annen zum Abschluss seiner Predigt meinte, haben sie damit aber eine Aufgabe übernommen. Eine Aufgabe, die für alle Christen gilt: „Als Getaufte und Gefirmte, als aktive Glieder unserer Kirche sind wir von Christus gesandt, das Licht, das wir empfangen haben, nicht unter den Scheffel zu stellen, sondern auf den Leuchter, damit es allen leuchten mag, die auf der Suche sind.“
Informationen zum Glaubenskurs „Glauben suchen Heimat finden“:
Dr. Rudolf Vögele
Leiter Ressort Pastoral
Generalvikariat für die Kantone Zürich und Glarus.
E-Mail: rudolf.voegle@z.kath.ch
Tel.: 044 266 12 55
Verena Huber-Halter, Medienstelle Kloster Fahr
Medienmitteilung
Abschlussfeier des Herbstkurses 2011/12
an der Bäuerinnenschule Kloster Fahr
«Wir lassen stolze Frauen gut gerüstet auf ihren Wegen weiterziehen.»
(pd/Kloster Fahr 30.1.2012) Sie haben gut gearbeitet und dürfen zu Recht stolz sein auf ihre Ausbildung und ihre Leistungen die 27 Absolventinnen des zwanzigwöchigen Herbstkurses 2011/12 an der Bäuerinnenschule Kloster Fahr. Erstmals waren die Prüfungen in den 13 Modulen für alle obligatorisch; 95,6 Prozent der Modulprüfungen wurden erfolgreich abgeschlossen. An der Abschlussfeier vom 28. Januar 2012 durfte die Priorin des Klosters Fahr, Irene Gassmann, den jungen Frauen im Alter zwischen 19 und 34 Jahren ihre verdienten Abschlusszertifikate überreichen, die zur eidgenössisch anerkannten Berufsprüfung «Bäuerin mit Fachausweis» führen. Spezieller Gast an der Feier war der Kanton Aargau, vertreten durch Regierungsrat Alex Hürzeler und Mitarbeiter des Departements Bildung, Kultur und Sport sowie Vertreterinnen des Aargauer Landfrauenverbands.

Die Aussage des deutschen Musikers und Ingenieurs, Ernst Zaccharias «Freundschaft ist nicht nur ein köstliches Geschenk, sondern auch eine dauernde Aufgabe» stand als Motto über dem Herbstkurs an der bäuerlich-hauswirtschaftlichen Fachschule im Kloster Fahr. Gleich zu Beginn der von den 27 Absolventinnen gestalteten Abschlussfeier verrieten diese ihre ganz persönliche Auslegung des Kursspruchs. So verschieden die Frauen von der Bäcker-Konditorin, über die Oberstufenlehrerin bis zur Landschaftsgärtnerin und Pflegefachfrau so verschieden die Antworten: «Freundschaft heisst Freud und Leid zu teilen» «Freundschaft ist ein Geschenk des Himmels» «Freundschaft kann Berge versetzen» oder «Freundschaften sind zarte Blüten im Garten des Lebens».
«Ihr dürft stolz sein!»
Die Schulleiterin, Theres von Aarburg, erwähnte gleich zu Beginn ihrer Ausführungen die unfallbedingte Abwesenheit von Abt Martin Werlen, der es sich üblicherweise nicht nehmen lasse, den Schlussfeiern der Fachschule beizuwohnen und den Absolventinnen persönlich zu gratulieren. «Wir wünschen Abt Martin, der fast jeden Dienstagmorgen den Gottesdienst auch für die Absolventinnen unserer Schule leitete, schnelle und gute Genesung.» Frau von Aarburg liess sich in ihren Worten auch auf die Frage ein, ob und wo die Anwesenden in ihrem angestammten Beruf wohl schon einmal stolz gewesen seien und was diesen Stolz ausmache? Auf die Absolventinnen gemünzt, führte sie weiter aus: «Ihr dürft stolz sein auf euer Fachwissen und all die Fertigkeiten, die ihr hier im Fahr für euren Alltag erworben habt. Ihr dürft auch stolz sein auf die intensive Zeit mit zehn Schul-Lektionen pro Tag und Studium am Wochenende; und sicher auch auf das gute Zusammenleben im Internat und im Grosshaushalt mit einem persönlichen Engagement rund um die Uhr, das Einiges an Rücksicht und gute Kommunikation erforderte.» Und zum Schluss meinte sie: «Wir blicken auf ein gutes halbes Jahr, auf eine gute gemeinsame Zeit zurück. Wir lassen so hoffe ich stolze Frauen, gut gerüstet, ihren Wegen weiterziehen.»
Offene Türen und beratende Unterstützung aus dem Aargau Standortkanton der Bäuerinnenschule
Priorin Irene Gassmann beleuchtete in ihren Ausführungen die Beziehung der Bäuerinnenschule zum Kanton Aargau. «Der Kanton Aargau ist Standortkanton unserer Schule, obwohl das heutige Schulgebäude auf zürcherischem Boden liegt. Fahr ist eine aargauische Exklave von rund 1,5 Hektaren. Bei der Gründung der Schule, 1944 war das erste Schulgebäude im sogenannten Riegelhaus und, wie die gesamte Klosteranalage, im Kanton Aargau. » Weiter führte sie aus, dass Anfang der 80er Jahren des letzten Jahrhunderts, als es um die Finanzen der Schule nicht eben rosig stand, nicht zuletzt auch dank Unterstützung der Aargauer Regierung der Schulbetrieb weitergehen konnte. «Ob die Klostergemeinschaft bei einem negativen Entscheid aus Aarau die Schule weitergeführt hätte, wissen wir nicht. Was wir heute aber sagen können ist, dass mit jenem Entscheid Weichen für die Zukunft der Schule gestellt wurden.» Und auch heute sei die Situation an der Schule nicht einfach. «Die personellen Ressourcen aus der Gemeinschaft nehmen stetig ab. Wir haben seit 2003 eine weltliche Schulleiterin und von den zehn Modulverantwortlichen ist heute nur noch eine aus der Reihe der Schwesterngemeinschaft.» Zum Schluss dankte sie der Aargauer Regierung für ihre wertvolle Unterstützung: «Von unseren Ansprechpartnern in Aarau, früher im Amt für Landwirtschaft und seit 2004 im Departement Bildung Kultur und Sport (BKS) erfahren wir immer wieder offene Türen und beratende Unterstützung. Ich möchte Ihnen Herr Regierungsrat Hürzeler und allen Verantwortlichen im Departement für die angenehme, unkomplizierte Zusammenarbeit danken.» Der Aargauer Bildungsdirektor seinerseits machte die Feststellung, dass der Aargau auch ein Landwirtschaftskanton sei. «Die Bedeutung von Land- und Forstwirtschaft bemisst sich zwar weniger nach der Zahl der Beschäftigen es sind weniger als 10‘000 als nach der bewirtschafteten Fläche. Sie beträgt im Aargau rund 1‘100 km2 oder 80 Prozent der gesamten Kantonsfläche. Ausserdem ist der Aargau mit 400 Hektaren Rebfläche der drittgrösste Weinbaukanton der Deutschschweiz.» Er betonte weiter, dass er als Bauernsohn auf einem grösseren Betrieb in Oeschgen im Fricktal aufgewachsen, mit der Landwirtschaft noch heute sehr verbunden sei und dass seine Mutter im Winter 1959/60 erfolgreiche Absolventin der Bäuerinnenschule im Fahr gewesen sei. Er dankte der Schulleitung, den Lehrpersonen und den Schwestern für ihr besonders Engagement bei der fachlich kompetenten und motivierenden Ausbildung der jungen Frauen. «Und ich gratuliere Ihnen, geschätzte Absolventinnen, zum erfolgreichen Abschluss und ich danke Ihnen für ihr Interesse an der Land- und Hauswirtschaft, an Familie und Gesellschaft sowie für ihre Bereitschaft und Ihren Willen in diesen Bereichen einen kompetenten Beitrag zu leisten.»
«Nur wer sich weiterentwickelt, bleibt präsent.»
Die Glückwünsche seitens der Landfrauen überbrachte schliesslich Helen Schreiber, Präsidentin des Aargauer Landfrauenverbands; sie animierte die jungen Frauen «bleiben Sie nicht stehen, bilden Sie sich auch nach der Zeit im Kloster Fahr weiter. Landwirtschaftsbetriebe haben sich zu Unternehmen gewandelt, in denen eine gute Aus- und Weiterbildung auch der Bäuerinnen wichtig ist. Ich ermuntere Sie auch, die Etappe zur Prüfung ‹Bäuerin mit Fachausweis› in Angriff zu nehmen. Denn: nur wer sich weiterentwickelt, bleibt präsent und attraktiv. Wer stehen bleibt, ist schnell vergessen.»
Priorin Irene überreichte den jungen Frauen zum Schluss der einstündigen Feier während der auch eine witzige Schnitzelbank, eine Tour-d’Horizon durch den 20-wöchigen Kurs und gesangliche Einlagen nicht fehlten, die wohlverdienten Abschlusszertifikate.
Warteliste
Die nächsten beiden Semesterkurse an der Bäuerinnenschule Kloster Fahr sind komplett ausgebucht; es bestehen Wartelisten. Freie Plätze für die Ausbildung, die zum eidgenössischen Fachausweis «Bäuerin» führt, gibt es erst wieder im Frühlingskurs 2013.
Auskünfte und Anmeldung: Bäuerinnenschule Kloster Fahr, 8109 Kloster Fahr, schule@kloster-fahr.ch; Telefon 043 455 10 30 oder www.kloster-fahr.ch
Medienstelle Kloster Fahr Susann Bosshard-Kälin
Medienbericht (pd/Kloster Fahr, 28. August 2011)
Das Kloster Fahr am Rande der Stadt Zürich ist seit Jahrhunderten ein Ort der Spiritualität, Begegnung und Gastfreundschaft. Es ist zudem ein kultureller Magnet, eine grüne Oase und ein Naherholungsgebiet im dicht besiedelten Limmattal. Die Benediktinerinnen vom Fahr hegen und pflegen das ihnen seit 1130 anvertraute Erbe auch im 21. Jahrhundert mit viel Sorgfalt und Verantwortung.
Dringender Sanierungsbedarf
Die Schwesterngemeinschaft führt mit rund vierzig Mitarbeitenden verschiedene Betriebe so eine Bäuerinnenschule, ein Restaurant, eine naturnahe Landwirtschaft, einen Weinbau und sowie eine Paramentenwerkstatt.
Bei der barocken Klosteranlage und den rund zwanzig Nebengebäuden besteht dringender baulicher Sanierungsbedarf. Das hat eine im letzten Jahr durchgeführte Zustandsbeurteilung durch Spezialisten für historische Bauten ergeben. Die letzten Renovierungen liegen rund dreissig bis fünfzig Jahre zurück.
Erhaltung von Sicherheit, Bausubstanz sowie Energieverbesserungen
Es geht bei den unumgänglichen Sanierungsmassnahmen in erster Linie um die Sicherheit und um die Erhaltung der Bausubstanz; im Weiteren aber auch um energetische Verbesserungen und um die Verhinderung von irreparablen Schäden an wertvollem Kulturgut. Zu nennen sind neben inneren und äusseren Restaurierungsarbeiten beispielsweise die Sanierung des Kirchturms, die sehr dringende Erneuerung der Elektroanlagen, ein Ersatz der einfach verglasten Fenster, die Erneuerung der Heizungsanlage sowie die sanfte Sanierung der Nebengebäude.
Finanzierungsbedarf 20 Millionen Franken
Der gesamte Finanzierungsbedarf wird auf 20 Millionen Franken geschätzt; davon entfallen 11 Millionen auf die nächsten fünf Jahre.
Aus eigener Kraft ist es der Klostergemeinschaft nicht möglich, die anstehenden Sanierungs- und Renovierungsmassnahmen der nächsten Jahre zu finanzieren. Vor Jahresfrist hat sich deshalb aus den Mitgliedern des «Vereins Kloster Fahr» eine Gruppe von Fachleuten gebildet, die für die externe Planung und für die Mittelbeschaffung besorgt ist. Eine breit angelegte Aktion, Gelder von Privaten, privaten und öffentlichen Institutionen für die Renovierung zu generieren, startet in diesen Wochen. Die Eigenleistungen der Klostergemeinschaft an die geplanten Aufwendungen betragen pro Jahr rund 200‘000 Franken.
Die Planungsphase wird sich bis ungefähr Ende 2012 erstrecken. Mit den konkreten Renovierungs- und Sanierungsarbeiten wird allerdings erst begonnen, wenn die Finanzierung des umfangreichen Projekts vollumfänglich gesichert ist. Gerechnet wird hier mit dem Frühjahr 2013.
Spenden
Stiftung Pro Kloster Einsiedeln
Projekte Kloster Fahr
8840 Einsiedeln
Credit Suisse AG, 8070 Zürich
Kto. 514256-71-9 (Kontokorrent, Kloster Fahr, Stiftung Pro Kloster Einsiedeln)
IBAN CH68 0483 5051 4256 7100 9
PC 80-500-4
Beiträge an die «Stiftung Pro Kloster Einsiedeln Projekte Kloster Fahr» sind von den Steuern absetzbar.
Medienstelle Kloster Fahr
Ein neuer Kunstführer zeigt die nationale Bedeutung des Klosters Fahr
Die Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK widmet dem Kloster Fahr im Kanton Aargau eine eigene Publikation: Die Malerei an der Fassade des Kirchhofs gilt als «Unikum» spätbarocker Freskomalerei der Schweiz.
Das Benediktinerinnenkloster Fahr liegt vor den Toren der Stadt Zürich, nahe an der Limmat. Seit seiner Gründung im Jahre 1130 gehört es zur Abtei Einsiedeln. Fahr und Einsiedeln bilden ein Doppelkloster was weltweit einzigartig ist. Die soeben erschienene Nummer 893 der Reihe «Schweizerische Kunstführer» aus dem Verlag der GSK zeigt die Kunst- und die Baugeschichte des Klosters auf.
Im Mittelpunkt steht die gemalte Architektur: Als ein «Unikum» spätbarocker Freskomalerei der Schweiz gilt der Fassadenschmuck des Kirchhofs. Bekannt und beliebt ist auch das auf der Westwand gestaltete Monumentalbild zum Jüngsten Gericht, dessen perspektivisch gemalte Architektur den Kirchhof illusionistisch erweitert und die Grabstätte der Schwestern unmittelbar mit dem Gedanken an die erwartete Wiederkunft Christi am Jüngsten Tag verknüpft.
Gesamtanlage mit grosser Ausstrahlungskraft
Die Wand- und Deckenmalerei im Innern der Kirche spiegeln die virtuose Handschrift der Gebrüder Toricelli. Einzigartig ist die reiche, sehr einheitlich mit kunstvollen Inkrustationen in Marmor gefertigte Chorausstattung. Als einziges Relikt der mittelalterlichen Klostergebäude ist die St. Annakapelle erhalten. Höhepunkt dieser Kapelle sind die romanischen Fresco-secco Malereien aus dem späten 13. Jahrhundert. Gleichzeitig bilden die barocke Klosteranlage (1689 1703), die Propstei (1730 1734) sowie die Kirche (1743 1746) mit den historischen Gärten zusammen ein schlichtes, harmonisches Gesamtbild mit grosser Ausstrahlungskraft.
Im Kloster Fahr leben Frauen, die ihr Leben nach dem Evangelium und der Regel Benedikts gestalten. Das Kloster ist ein Ort der Gastfreundschaft und der Begegnung. Die grüne Oase im dicht besiedelten Limmattal ist ein beliebtes Ausflugsziel. Vom Kulturgüterschutz ist die Klosterkirche Fahr als «Objekt von nationaler Bedeutung» eingestuft.
Die Autorin und freischaffende Kunsthistorikerin Gabriela Simmen-Kistler ist Kloster- Spezialistin, hatte sie sich doch in einer ersten Publikation von 1986 bereits vertieft mit dem Kloster Fahr auseinandergesetzt. Der Führer entstand in Zusammenarbeit mit dem Verein Pro Kloster Fahr sowie den Gemeinden Würenlos und Unterengstringen.
Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK Saskia Ott Zaugg, lic.phil.hist. / dipl. Journalistin BR, Kommunikationsbeauftragte Pavillonweg 2, CH-3012 Bern
Der neue Kunstführer kann im Klosterladen für Fr. 12.00 bezogen werden.
|