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Benedikt hat den klösterlichen Alltag klar strukturiert. Gebetszeiten und Arbeit wechseln sich ab mit Zeiten der Lesung und Erholung. Das schafft einen wohltuenden inneren Rhythmus im Menschen. Einen Rhythmus, der unseren Tag in überschaubare „Portionen“ einteilt. Eine gute und gesunde Tagesordnung trägt wesentlich dazu bei, dass auch die Seele in Ordnung kommt und gesund wird. Die benediktinsche Einteilung des Tages entspricht denn auch ausgesprochen dem natürlichen Rhythmus des Menschen. So sind etwa die frühen Morgenstunden seit jeher die geeignete Zeit für das Gebet und die Meditation. Die Arbeitseinheiten während des Tages sind nie zu lang und wenn der Abend beginnt und die Nacht hereinbricht ist der Mensch wieder in besonderer Weise bereit für das Gebet. In ihrem Buch „Tanz des Gehorsams“ beschreibt unsere Mitschwester Silja Walter den benediktinischen Alltag als dreifarbigen, gestreifelten Teppich. „Man geht darüber hin, hinein in rot, in blau, in gelb.“
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